GELD- UND SACHWERTE

Über Geld- und Sachwerte

Geld repräsentiert einen Sachwert und wurde vor drei Jahrtausenden entwickelt, um diesen leichter verfügbar und transportabel zu machen. Geld ist ein Tauschmittel und ist damit nur der Ersatz für einen wahren Sachwert. Geld ist das Zahlungsversprechen des Staates, den wahren Sachwert in Form von Rohstoffen, Verbrauchsgütern, Maschinen, Produktionsstätten und Vermögensanlagen oder Grundstücken und Immobilien innerhalb seiner Volkswirtschaft eines Tages wieder bereitzustellen und zurück zu tauschen.

1. Geldanlagen auf Sparkonten oder in Obligationen, Schuldverschreibungen oder Staatsanleihen sind Geldanleihen von Banken, Unternehmen oder des Staates. Solche Geldanlagen erzielen ihre Einkünfte aus Kapitalertrag (Zinsen). Die Zinsen werden regelmäßig wie eine Rente bezahlt, weshalb diese Werte als Rentenpapiere bezeichnet werden. Für den Sicherheitsbestand bürgt die Bonität des Emittenten (Schuldner) und bei Sparanlagen bei europäischen Banken und Sparkassen bürgen deren Einlagensicherheitsfonds sowie die Europäische Union bis zu € 100.000,--. Zur Zeit sind mit deutschen Emissionen über 5-10 Jahre nur etwa 1%  Zinsen jährlich zu verdienen. Geldinstitute in anderen EU-Ländern geben auch mehr Zinsen aus.

2. Offene Investmentfonds (Publikumsfonds) dienen als Sammelbecken kleinerer Vermögen, die hier treuhändisch als Sondervermögen einer Depotbank verwaltet werden. Die Anlagespezialisten (Fondsmanager) investieren entweder in Bank-, Unternehmens- und Staatsanleihen (Rentenwerte), in Firmenbeteiligungen (Aktien) oder in Wohn- und Geschäftsimmobilien. Die Fonds erzielen entsprechende Einkünfte aus Zinsen, Dividenden oder Mieten sowie aus Kursgewinnen der Wertpapiere oder aus Wertsteigerungen bei Immobilien. 
Die durchschnittlichen Jahresrenditen lagen in der Vergangenheit je nach Anlageschwerpunkt zwischen 5-8% und können während einer Hochkonjunktur (Hausse) leicht auch höher ausfallen. In schlechten Börsenjahren (Baisse) durch überhitzte Märkte sind für den Kapitalanleger aber auch Verluste möglich. Da die Realwirtschaft Waren und Werte schafft, mit denen Geld verdient wird, sollte ein langfristiges Engagement in Firmenbeteiligungen doch rentabel sein.

3. Rohstoffmaterialien werden seit Jahrhunderten an Warenbörsen über Angebot und Nachfrage gehandelt. Auch Goldsparpläne und -Depots können eine lukrative Sachwertanlage und damit ein Schutz gegen Geld-Inflation und Bankenturbulenzen sein. Investitionen in Edelmetalle oder in Rohstoffzertifikate zielen auf Kursgewinne ab und nicht auf laufende Erträge.

4. Vermögensverwaltung ist zur Zeit der Trend und nicht nur für Reiche! Hier stehen die breit gemischten Geldanlagen sog. Multi-Asset-Portfolios im Fokus des Anlegers. Diese Investments versprechen gute Renditen bei hoher Anlagesicherheit. Eine besondere Attraktivität ist ihre Flexibilität. Der Vermögensverwalter oder Fondsmanager verteilt das Anlagekapital je nach Wirtschaftstrend in Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilienanteile oder Zinsanlagen. Jährliche Zielrenditen von 5% werden angestrebt. Vermögensverluste durch Kurseinbrüche werden durch eine breite Streuung (Diversifikation) abgefedert. 
Bei Lebenszyklus- und Zielfonds kann sogar eine Sparzielgarantie ausgesprochen werden. Die Sparraten können während der Anspardauer den jeweiligen persönlichen Lebensverhältnissen (Heirat, Kindsgeburt, Meisterprüfung, Hauserwerb, Ruhestand) angepasst werden. Das Sparziel kann genau auf diese Lebensverhältnisse hin ausgerichtet werden.
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5. Vorsorgeimmobilien sind Investitionen in vermietete Eigentumswohnungen oder Wohn- und Geschäftshäuser. Mit ihnen werden regelmäßige, meist steigende Mieteinnahmen erzielt und langfristig entsprechende Wertsteigerungen generiert. 
In heutigen Zeiten von Deflation, Investitionsflaute und geringer Mobilität sind Immobilien oft preiswert zu haben. Langfristig gesehen herrscht in der Weltwirtschaft durch Kapital und Arbeit aber eher Wachstum und damit einhergehend auch Inflation vor. In deutschen Ballungszentren ist diese Trendwende bereits eingeleitet. Bei Inflation halten Immobilien ihren Sachwert ausgleichend stabil, wobei steigende Mieten den Ertragswert sogar noch steigern. Deshalb sind Banken gerne bereit, die Herstellungskosten oder den Kaufpreis einer Immobilieninvestition über Kredite zu finanzieren, was bei nachhaltig hoher Mietrendite ein guter Renditehebel sein kann. Wenn ein Investor nämlich nur 20% Eigenkapital aufbringt und der erworbene Immobiliensachwert steigt um 2%, so hat seine Eigenkapitaleinlage über diesen Zeitraum immerhin 10% hinzugewonnen (Eigenkapitalrendite = 2/20=10%).
Laufende Mieteinnahmen und Steuerabschreibungen des Anlagevermögens helfen bei der Aufwendung von Zins und Darlehenstilgung, sodass die Anlageimmobilie binnen 20 bis 25 Jahren bezahlt sein kann. Danach können die Mieteinnahmen der Altersversorgung zugeführt werden. Immobilienverkaufserlöse sind nach einer Haltedauer von 10 Jahren steuerfrei.

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